Brautschuh versteigern

Bei diesem Brauch verhält es sich im Allgemeinen wie bei einer normalen Auktion, bei dem Gebote für einen gewissen Gegenstand von mehreren Leuten abgeben werden. Bei diesem Brauch jedoch werden Gebote für den Brautschuh abgegeben und der Geldbetrag des Gebotes direkt in den Brautschuh gesteckt und an den nächsten Bietenden weiter gereicht.
Während der Hochzeitsfeier krabbelt einer der Gäste in einem passendem Moment, bei der das Ehepaar es gerade nicht bemerkt und abgelenkt ist, unter den Tisch und klaut der Braut einen Brautschuh. Kinder sind für diese Aktion am besten geeignet, um unbemerkt unter den Tisch zu krabbeln und so den Brautschuh zu stibitzen. Meistens sprechen sich Freunde oder Familienangehörige vorher ab, wer den Brautschuh entwendet und diesen dann einem anderen Gast überreicht, der in dem Fall dann die Auktion durchführt.
Spielerisch und amüsant wird dann die Versteigerung des Brautschuhes durchgeführt. Dabei wird der Brautschuh unter den Hochzeitsgästen rumgereicht und es werden Gebote abgegeben, die dann in den Schuh der Braut gesteckt werden und weiter gereicht werden. Am Ende landet der Brautschuh beim Bräutigam, der das höchste Gebot abgibt und den Brautschuh im Wert der abgegebenen Gebote der Gäste ersteigert und den gleichen Betrag bezahlen muss, wie er sich im Brautschuh befindet. Der Brautschuh geht wieder zurück zur Braut und das Geld der Gäste, das sich im Brautschuh befindet gehört dem Hochzeitspaar und wird als Aufbesserung des Taschengeldes für die bevorstehenden Flitterwochen verwendet.